Diakoniewerk Elisabethhaus  •  Zanderstraße 19  •  61231 Bad Nauheim  •  info@elisabethhaus.de

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Pflegekonzept des Diakoniewerks Elisabethhaus.

Der hier veröffentlichte Text stellt einen Auszug aus dem Pflegekonzept dar und beinhaltet die wesentlichen Teile. Andere Passagen wie zum Beispiel die Beschreibung der einzelnen Häuser und Wohnbereiche finden Sie inhaltlich und auszugsweise unter den jeweiligen Menü­punk­ten. Das Pflegekonzept kann in den Wohnbereichen eingesehen werden.

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Pflegekonzept
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Pflegemodell nach Krohwinkel
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Angehörigenarbeit


Das Pflegekonzept des Diakoniewerkes Elisabethhaus.

Im Diakoniewerk Elisabethhaus leben Menschen mit den unterschiedlichsten Biographien und Persönlichkeitsmerkmalen. Unser Ziel ist es, unter den individuellen Bedingungen von Hilfs- und Pflegebedürftigkeit, ein hohes Maß an Wohlbefinden zu erreichen.

Das Pflegekonzept dient als Orientierungshilfe für Bewohner, Angehörige und Außenstehende. Es konkretisiert unsere Ziele, indem es aufzeigt, welche Angebote wir bereithalten, welche Leistungen wir erbringen und wie wir diese sicherstellen.

Das Pflegekonzept ist richtungweisend für alle Mitarbeiter/-innen und am Pflegeprozess beteiligten Personen und Arbeits- und Handlungsgrundlage für alle Pflegemitarbeiter/-innen des Diakoniewerkes Elisabethhaus.

Die Ziele

  • Berücksichtigung der Individualität sowie der Bedürfnisse der Bewohner/-innen.
  • Orientierung des Pflegeprozesses an der Lebensgeschichte der Bewohnerin oder des Bewohners.
  • Sicherstellung einer einheitlichen Pflege.
  • Kooperation in der Zusammenarbeit mit Angehörigen.
  • Reibungsloser Informationsaustausch aller am Pflegeprozess Beteiligten.
  • Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter/-innen.
  • Erleichterung bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter/-innen.
  • Ständige Weiterentwicklung des Pflegekonzeptes.
  • Entwickelung einer positiven Grundhaltung und somit zu einem konstruktiven Miteinander.
  • Die Zufriedenheit von Bewohner/-innen und Mitarbeiter/-innen ist unser Ziel.

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Das Pflegeleitbild im Diakoniewerk Elisabethhaus.

Im Diakoniewerk Elisabethhaus steht die Bewohnerin und der Bewohner im Mittelpunkt des Denkens und Handelns. Unser oberstes Ziel ist die Zufriedenheit des Bewohners.

Ganzheitlichkeit bedeutet für uns, dass wir die Bewohnerin und den Bewohner als eine eigenständige, durch eine lange Lebensgeschichte geprägte Persönlichkeit in einer wichtigen Phase seines Lebens wahrnehmen und seine Würde achten.

Die religiösen, psychischen, physischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Aspekte werden in den Pflegeprozess einbezogen mit dem Ziel, Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortung zu erhalten und zu fördern. Wünsche und Bedürfnisse werden, soweit es uns möglich ist, in allen Bereichen mit berücksichtigt. Die Privat- und Intimsphäre wird geachtet.

Das soziale Umfeld der Bewohnerin und des Bewohners ist Teil seines Lebens. Kenntnisse über die Biographie der Bewohnerin und des Bewohners sind für uns ein wertvoller Baustein, um seine Verhaltensweisen besser verstehen zu können. Deshalb verstehen wir Angehörige und Bezugspersonen als Kooperationspartner. Die faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihnen ist uns wichtig.

Professionelle Pflege beginnt dort, wo Menschen nicht ausreichend für sich sorgen können. Die Pflegemitarbeiter unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner im Erhalt ihrer individuellen Lebensqualität. Dabei wird eine fördernde und rehabilitative Pflege unter Einbeziehung der individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Bewohnerin und des Bewohners angewandt, die sich am Pflegemodell von Krohwinkel orientiert.

Die Schwerpunkte der Pflege werden mit der Bewohnerin und dem Bewohner und auf Wunsch mit seinen Angehörigen, Bezugspersonen oder Betreuern besprochen.

Im Diakoniewerk Elisabethhaus wird der Mensch als Persönlichkeit wahr und ernst genommen. Unser Ziel ist es, Unsicherheiten und Ängste zu verringern, kognitive Fähigkeiten zu verbessern und zu erhalten, sowie das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude zu stärken.

Im Diakoniewerk Elisabethhaus wird Sterben und Tod nicht ausgegrenzt sondern als ein Teil des Lebens gesehen. Sterbebegleitung ermöglicht ein würdevolles Sterben und steht über anderen, betriebsbezogenen Erfordernissen.

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Das Pflegemodell nach Krohwinkel.

Das „Modell der fördernden Prozesspflege“ von Prof. Monika Krohwinkel ist Grundlage unseres pflegerischen Handelns.

Dieses Modell basiert auf dem Wissen, das die Fähigkeiten des Menschen in der Pflege eine wichtige Rolle spielen. Deshalb ist es das oberstes Ziel, das der Mensch seine Bedürfnisse entwickeln kann und mit seinen Fähigkeiten umzugehen weiß. Kann ein Mensch dies nicht mehr selbst, übernimmt eine Pflegekraft die Verantwortung. Sie berücksichtigt dabei das, was der hilfebedürftige Mensch selbst tun würde, wenn er das Wissen, den Willen und die Kraft dazu hätte.

Der Pflegeprozess, die Pflegeplanung und die Durchführung basieren auf dem Pflegemodell der „Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens“ ( AEDL`s) von Prof. Monika Krohwinkel:

  • Kommunikation
  • sich bewegen
  • sich pflegen
  • vitale Funktionen aufrechterhalten
  • Essen und Trinken
  • Ausscheiden
  • sich kleiden
  • Ruhen und Schlafen
  • sich beschäftigen
  • sich als Mann und Frau fühlen
  • für eine sichere Umgebung sorgen
  • soziale Bereiche des Lebens sichern
  • mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen

Das Pflegemodell wird regelmäßig überprüft und bei Veränderungen angepasst. Die Aktualisierung wird im Bereichshandbuch hinterlegt und alle Mitarbeiter/-innen werden zur Umsetzung des Pflegemodells regelmäßig fortgebildet, angeleitet und unterstützt.

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Das Pflegesystem im Diakoniewerk Elisabethhaus.

Im Diakoniewerk Elisabethhaus wird eine Mischform aus Funktions- und Bereichspflege angewandt.

  • Die Verantwortung liegt bei der Pflegedienstleitung.
  • In jedem Haus ist eine Wohnbereichsleitung für die Ablauforganisation und den Pflegeprozess verantwortlich. Sie ist Hauptansprechpartner für die jeweiligen Bewohner/-innen des Hauses.
  • Die einzelnen Häuser sind in kleinere Bereiche unterteilt.
  • Jedem Bereich ist ein fester Stamm von Mitarbeiter(inne)n zugeordnet.
  • Jeweils ein(e) Mitarbeiter/-in pro Schicht ist für eine Gruppe von Bewohner(inne)n zuständig.
  • Die Gruppeneinteilung obliegt der Schichtleitung in Absprache mit der Wohnbereichsleitung.
  • Die Planung der Pflege liegt im Verantwortungsbereich der Pflegefachkräfte.
  • Die Umsetzung der geplanten Pflege erfolgt durch das gesamte Team.
  • Spezifische Pflegemaßnahmen (Behandlungspflege) werden von Pflegefachkräften bereichsübergreifend durchgeführt.
  • Die Mitarbeiter/-in der Nachtwache werden vorrangig in ihren Stammhäusern eingesetzt.
  • Besondere Wünsche nach einer bestimmten Pflegekraft werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Allen Bewohner(inne)n begegnen wir mit Freundlichkeit und Respekt. Dies gilt ebenso gegenüber den Angehörigen, Betreuern, Bekannten und Freunden der Bewohner.

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Die Standards im Diakoniewerk Elisabethhaus.

Standards helfen und unterstützen uns in unserer täglichen Arbeit und stellen die einheitliche Durchführung von Pflegemaßnahmen sicher. Sie orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner/-innen unter Beachtung ihrer vorhandenen Fähigkeiten. Bei der regelmäßigen Weiterentwicklung werden sie auf den neuesten wissenschaftlichen Stand hin überprüft und sichern somit eine fachlich fundierte Pflege. Darüber hinaus erleichtern sie neuen Mitarbeiter(inne)n die Einarbeitung, indem sie diesen als Handlungsanweisung unsere Arbeitsabläufe erläutern.

Unsere Standards regeln, ...

  • ... welche Ziele angestrebt werden.
  • ... wer diese Maßnahme durchführt.
  • ... welches Material benötigt wird.
  • ... welche Vorbereitungen zu treffen sind.
  • ... in welcher Art und Weise eine Maßnahme durchgeführt wird.
  • ... was bei der Nacharbeit zu berücksichtigen ist.
  • ... wie mit Besonderheiten umzugehen ist.

Die Einführung der Standards erfolgt nach einem festgelegten Prozess. Sie werden mit Mitarbeiter(inne)n aus der Pflege in Qualitätszirkeln entwickelt, regelmäßig überprüft und, wenn erforderlich, angepasst. Die Standards sind für alle Mitarbeiter/-innen verbindliche Handlungsanweisung. Die Verantwortung liegt bei der Pflegedienstleitung.

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Die Angehörigenarbeit im Diakoniewerk Elisabethhaus.

Angehörige und Bezugspersonen wie Nachbarn oder Freunde sind die wichtigsten Vertrauenspersonen und oftmals der einzige konstante Faktor im Leben der Bewohnerinnen und Bewohner. Durch die langjährigen Beziehungen stellen sie für Bewohnerinnen und Bewohner emotionale Sicherheit dar. Angehörige und Bezugspersonen begleiteten über einen langen Zeitraum die persönliche Entwicklung der Bewohnerinnen und Bewohner und lernten deren Verhalten in dieser Zeit kennen. Deshalb sind sie für uns wichtige Partner – auch in Bezug auf die Biographiearbeit, bei der wir in jedem Fall den Datenschutz berücksichtigen.

Sofern Bewohner/-innen dies wünschen, haben Angehörige und Bezugspersonen die Möglichkeit, in allen Bereichen der Pflege, Betreuung und Versorgung mitzuwirken.

Wir begegnen allen Angehörigen und Bezugspersonen mit Freundlichkeit und Respekt und versuchen sie in den Pflegeprozess mit einzubeziehen. Nach Terminabsprache stehen die Wohnbereichsleitungen den Angehörigen zur Beratung und Unterstützung gerne zur Seite.

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Literaturverzeichnis:

Gertz, B.E.: Die Pflegedienstleitung, Bern, 1996
Leizinger, A. und Luderbacher, T.: Mitarbeiterführung im Krankenhaus, Göttingen, 1999
Löser, A.P.:Pflegekonzepte nach Monika Krohwinkel, Schlütersche Verlag, 2003 ©
Projektgruppe S. Haas , Y. Koslik Darmstadt 2002
MDK-Anleitung zur Prüfung der Qualität nach §§ 112, 114 SGB XI in der stationären Pflege
- 10. November 2005 -
Schneider, H.G., Mensch und Arbeit, Köln 1997


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